Eine Webseite ist für Unternehmen oder Personen das digitale Aushängeschild im World Wide Web. Digitalisierung und technologische Entwicklungen schreiten schnell und unaufhaltsam voran. Was gestern im Online Marketing noch modern und innovativ gewesen ist, kann heute schon überholt sein. Das gilt auch für Webseiten. Um die gewünschten Zielgruppen zu erreichen, muss ein Internetauftritt daher immer wieder aktualisiert werden.

Neben inhaltlichen Anpassungen durch Content Marketing steht hin und wieder auch ein Relaunch der Webseite auf dem Plan. Gerade zu Beginn eines neuen Jahres ist dies oft ein wichtiges Thema, dem wir uns daher in einer kleinen Serie widmen möchten. In unserem ersten Beitrag erläutern wir, warum ein Relaunch notwendig werden kann. Im zweiten Teil wird es dann darum gehen, wie du in diesem Prozess die Stolperfallen umgehst und deine Webseite zum Erfolgsprojekt entwickelst.

Was ist ein Relaunch überhaupt?

Ein Relaunch ist im Grunde die Umgestaltung einer Sache oder eines Prozesses. Der Webseite-Relaunch betrifft die Umwandlung einer alten Webseite in eine neue, verbesserte Webseite. Darüber hinaus lassen sich auch Produkte oder Vorgänge relaunchen. Mit einem Relaunch gehen meist Optimierungen oder Erweiterungen einher, die das Angebot für den Anwender verbessern und attraktiver werden lassen. Ein Relaunch umfasst äußerliche und strukturelle Punkte wie das Design, die Nützlichkeit oder Funktionsfähigkeit. Im Vergleich dazu ist ein Launch lediglich der Start eines komplett neuen Projektes.

Die Gründe für einen Website-Relaunch

Design

Warum braucht deine Internetpräsenz eine Frischzellenkur? In den meisten Fällen sprechen gleich mehrere Gründe für eine Anpassung der Webseite. Auf die wichtigsten Motive wollen wir im folgenden Absatz näher eingehen. Welcher Anlass hierbei die größte Priorität genießt, hängt im Wesentlichen vom individuellen Projekt ab.

Ein wichtiger Punkt ist häufig ein veraltetes Design. Hier sind zwei Punkte ausschlaggebend, die einen Relaunch erforderlich machen. Das Layout der Webseite muss heutzutage responsiv sein, damit Nutzer, die mit einem mobilen Endgerät im Netz surfen, den Content auf der Internetpräsenz lesen und damit interagieren können. Google bevorzugt seit einiger Zeit schon in seinen Suchergebnissen die Seiten, die für den mobilen Zugriff über ein Smartphone oder ein Tablet optimiert sind. Da die Mehrheit der User nur noch mobil surft, kommt niemand mehr daran vorbei, ein responsives Layout anzubieten. Der zweite Punkt betrifft die grafische Darstellung der Webseite, die das Corporate Design des Unternehmens abbildet.

Content

Eng verknüpft mit dem Webdesign ist die Benutzerfreundlichkeit, insbesondere bei der Verwendung von mobilen Geräten. Wenn Content nicht konsumiert werden kann, weil die Schrift oder ein Call-to-action-Button zu klein ausfällt, verärgert das nicht nur den Nutzer, sondern wirkt sich auch negativ auf gewünschte Conversions aus. Im schlimmsten Fall verlassen User die Webseite und schauen sich im Online-Shop der Konkurrenz um.

Ein Website-Relaunch verbessert die Usability für den Kunden in der Customer Journey. Dazu gehören auch aktuelle Informationen, also relevanter Content, der das Bedürfnis der Nutzer erfüllt, die etwa über Google eine Seite aufrufen, weil sie sich zu einer Sache erkundigen möchten. Ist diese Aufklärung durch überholte Inhalte nicht möglich, fehlt dem Auftritt im Web die Relevanz. In diesem Fällen ist jedoch nicht gleich ein Relaunch-Projekt notwendig. Hier hilft meist schon eine Aktualisierung von Texten durch Relevanzoptimierung.

Technik

Ein Website-Relaunch ist jedoch dann empfehlenswert, wenn die Seite keine durchdachte User Experience (UX) bietet, weil zum Beispiel das Menü überladen oder die Seitenstruktur unübersichtlich aufgebaut sind. Mit den Jahren erhält eine Webseite oft viele neue Inhalte dazu und die interne Verlinkung nimmt größere Ausmaße an. Das führt ohne klares Konzept irgendwann zu einer nicht mehr erfassbaren Masse an Seiten, die weder für den Webmaster noch den Nutzer anwendbar bleiben.

Das Problem potenziert sich, wenn mehrere Administratoren oder wechselnde Content Manager eine Webseite pflegen. Sind die technischen Standards veraltet und viele Javascript- oder CSS-Dateien in das Content Management System (CMS) integriert worden, stoßen Server an ihre Grenzen. Das wirkt sich wiederum negativ auf die Erreichbarkeit und Ladezeit der Seite aus.

SEO

Suchmaschinen gehören zum Alltag der Menschen. Google ist daher für die allermeisten Nutzer der erste Einstieg in die Recherche nach relevanten Informationen. Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) gehört deshalb zu den zentralen Disziplinen im Online-Marketing. Wer hier über Jahre die wichtigsten SEO-Aspekte vernachlässigt hat und über Google oder andere Suchmaschinen nicht im Netz gefunden wird, kommt oft nicht an einem Relaunch vorbei.

Im zweiten Teil unserer kleinen Serie zeige ich dir dann, wie der Relaunch-Prozess im Idealfall ablaufen sollte.

Robert Pohl

Robert bestreitet als Content Manager den digitalen Mehrkampf mit großer Leidenschaft und bringt seine vielfältigen Erfahrungen in verschiedenen Bereichen wie Redaktion, SEO und Relevanzoptimierung ein.

mehr erfahren ...