Dir entstehen bei dem Wort Shoppable Content Fragezeichen im Kopf? Mir auch. Doch wenn ich dir gleich erkläre, was darunter zu verstehen ist, wird dir ein Licht aufgehen. Du glaubst mir nicht, dann lies weiter!

Was ist Shoppable Content?

Hinter dem Wort „Shoppable Content“ steckt die Verschmelzung von E-Commerce und Content. Dabei kann Shoppable Content ein Foto, ein Video, eine interaktive Grafik aber auch ein Blog-Artikel sein, welcher dem Kunden die direkte Möglichkeit zum Kauf bietet. Für den Nutzer ergeben sich somit neue Möglichkeiten bei der Informationssuche im Internet. Deine Fragezeichen im Kopf sind noch da? Dann lass uns gemeinsam ein paar Beispiele anschauen.

So sieht Shoppable Content aus

Shoppable Content kannst du vielerorts im Internet finden. Am häufigsten wirst du ihn auf Instagram und Pinterest antreffen. Aber auch auf Webseiten lässt er sich gut platzieren. Schauen wir uns als Beispiel einmal den Instagram-Kanal von Kik an.

Shoppable Content bei Kik: Instagram Galerie Shoppable Content bei Kik: Beitragsbild Instagram Shoppable Content bei Kik: Produktvorschau

Dort sehen wir auf den ersten Blick, dass sich auf vielen Posts eine kleine Einkaufstasche befindet. Diese Einkaufstasche symbolisiert dem Nutzer, dass es sich um Shoppable Content handelt.

Öffnen wir ein Posting, wirkt es auf den ersten Blick wie jeder andere Post auch. Es beinhaltet das Foto und die Beschreibung. Wenn wir uns als Nutzer für das Kleid interessieren, welches die Frau auf dem Foto trägt, so können wir dieses anklicken und erhalten Informationen zum Preis des Kleides.

Möchten wir das Kleid kaufen, so klicken wir auf den Preis und eine Vorschau des Shops öffnet sich. Dabei sieht der potenzielle Kunde einen Packshot des Produktes und gelangt zur Produktseite des Online-Shops.

Auch auf Webseiten und in Blogbeiträgen lässt sich Shoppable Content gut platzieren. Mit einem guten Beispiel geht hier das Unternehmen Ortovox vor. Die Marke für Sportbekleidung reichert den Inhalt seiner Landingpages noch zusätzlich mit interaktiven Schaltflächen an. So erhält der Leser neben Informationen auch gleich die passenden Produkte. Mit einem Klick landet er im Shop und kann die gezeigten Produkte erwerben.

Shoppable Content bei Swiss Wool

Dabei kann als Faustregel festgehalten werden: Je weniger Schritte zwischen dem Sehen und dem Kaufen des Produktes liegen, desto höher ist die Conversion.

Für wen ist Shoppable Content geeignet?

Die Form des E-Commerce ist für alle Unternehmen geeignet, welche ihren Onlinehandel auf verschiedenen Social Media Plattformen unterstützen möchten. Besonders Unternehmen mit einer starken Community können von diesem Megatrend positiv profitieren. Aber auch für ein kleineres Business kann mit wenig Aufwand den Mehrwert für die User steigern.

Was muss ich bei der Erstellung des Contents beachten?

Natürlich ist die Erstellung des Contents etwas aufwendiger. Deshalb solltest du folgende Hinweise beachten:

  1. Sind die technischen Voraussetzungen gegeben? Unterstützt mein CMS passende Plugins?
  2. Verfügst du über das digitale Know-how für die Erstellung guten Contents?
  3. Werden alle rechtlichen Hinweise beim Kauf beachtet?
  4. Besitzt du das richtige Medium, um deinen Content zu platzieren?

Zudem solltest du dir im Klaren sein, dass der Content ein höheres Pflegepotenzial hat, als du es von klassischen Beiträgen gewöhnt bist. Denn nichts ist für den Nutzer lästiger als Links, die nicht funktionieren. Dann hilft dir auch der beste Inhalt nicht weiter.

Läutet Shoppable Content eine neue Ära des Online Marketing ein?

Du fragst dich nun sicherlich, ob diese Form des Marketings wirklich sinnvoll ist. Schließlich war es ja schon immer möglich, Produkte im Content zu verlinken. Dabei bietet dir die neue Form des Content Marketings einige Vorteile gegenüber den klassischen Produktverlinkungen:

  1. Aggressive Werbung wie Pop-ups oder blinkende Banner nerven den Kunden zunehmend. Shoppable Conent hingegen bietet ihm einen Mehrwert und wird nicht als störend empfunden.
  2. Produkte können innerhalb weniger Klicks online gekauft werden. Das lästige Suchen im Web entfällt und verbessert die Customer Experience. Dies begünstigt auch den nächsten Vorteil.
  3. Die Conversions können mithilfe von Google Analytics und anderen Analytics-Tools besser gemessen werden, da der Klick eindeutig zugeordnet werden kann.
  4. Für die Kunden wird diese Art des Marketings auch nicht als lästig empfunden, sondern du bietest ihnen ein ganz neues Shopping Erlebnis.

Online Marketing in Zeiten von Corona

Gerade in Zeiten von Corona steht das Online Marketing vor neuen Herausforderungen. Besonders Influencer sollten in dieser Zeit sensibilisierter ihre Werbung schalten. Denn ist es in der aktuellen Zeit wirklich notwendig, den neusten Lippenstift von Banana Beauty oder die beste Pflegecreme von HelloBody zu haben? Zudem ist das Risiko hoch, in einem Instagram-Video von Oliver Pocher vorgeführt zu werden. Mit über einer Millionen Aufrufe seiner Videos ist somit ein kleiner Shitstorm vorprogrammiert. Shoppable Content ist somit eine gute Alternative in dieser Zeit. Die Werbung wird sensibilisiert ausgespielt und wirkt nicht aufdringlich.

Mein Fazit zu Shoppable Content

Wie am Anfang des Artikels bemerkt, klingt der Begriff erst einmal groß und unbekannt. Doch an den Beispielen wird schnell klar, dass er uns im alltäglichen Leben schon bei verschiedenen Marken begegnet ist. Das Prinzip der Verlinkungen ist dabei im Online Marketing nicht neu. Lediglich die Aufbereitung des Contents ist neuartig, indem auf Fotos und Videos die Produkte verlinkt werden. Das ganze visuell zu realisieren ist keine schlechte Idee und bringt viele Vorteile, für den Nutzer als auch für das Unternehmen. Besonders die Conversions können durch die kurzen Klickwege gesteigert werden. Jedoch sollte jedes Unternehmen genau abwägen, wie viel Budget es für die Erstellung des Shoppable Content zur Verfügung hat.

Luisa Speer

Als Head of Content ist Luisa für die Koordination und Umsetzung verschiedenster Redaktionsprojekte zuständig. Im Blog wird sie ihr Know-how demzufolge intensiv zu Content-Themen einbringen.

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