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Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Relevanzoptimierung (SRO) dienen dazu, eigene Inhalte so gut wie möglich bei Google zu platzieren. Dabei werden ausschließlich organische Mittel eingesetzt, also Mittel zur Content-Erstellung und Optimierung.

SEO und SRO haben auch noch etwas gemeinsam – sie stellen den Nutzer in den Mittelpunkt der Bemühungen. Damit enden aber auch schon die Gemeinsamkeiten. Doch was sind nun die Unterschiede und was macht die Relevanzoptimierung besser als die klassische Suchmaschinenoptimierung? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich erst einmal SEO im Detail anschauen.

Die klassische Suchmaschinenoptimierung oder auch Search Engine Optimization (SEO)

SEO ist so alt wie das Internet selbst. Sie basiert auf den Grundalgorithmen von Google zur Bewertung der Wertigkeit und Bedeutung von Websites in Bezug auf Suchanfragen der Nutzer. Sobald ein Nutzer bei Google eine Suchanfrage eingibt, versucht Google, jedem Einzelnen die für ihn bestmöglichen Ergebnisse zu liefern.

Dabei prüft die Suchmaschine, wie hoch die Schnittmenge zwischen dem eingegebenen Suchtext/Suchwort und den indexierten Seiten ist. Metriken wie

  • Backlinkprofil
  • Seitenalter
  • Mobil-Optimierung
  • Seitenladezeit

und die aus Google Analytics bekannten Zugriffsmetriken wie Verweildauer und Abbruchrate spielen dabei alle eine Rolle.

Grundvoraussetzung ist, dass der eingegebene Suchterm im Inhalt der Seite, also im Text, vorkommt und zwar genau an den Stellen, die für Google besonders wichtig sind:

  • URL
  • Seitentitel
  • Überschriften
  • Teasertext
  • Snippet (Vorschau in der Google Suche)

Zusätzlich kann der Nutzer natürlich auch in der Bilderdatenbank von Google suchen. Hier werden dann Alt- und Title-Tags zum Maß der Dinge. Je besser und optimierter ein Bild oder eine Grafik beschrieben ist, desto besser ist ebenfalls die Platzierung in der Bildersuche.

Last but not least gehört YouTube zu Google und ist die zweitgrößte Suchmaschine weltweit. Wenn man also neben dem klassischen Text auch noch Videocontent bereitstellt und ihn nach den Möglichkeiten von YouTube optimiert, dann wird man auch darüber gefunden.

Die moderne SEO – Rich Media Snippets und strukturierte Daten

Google arbeitet beständig an der Verbesserung seines Algorithmus und damit an einer Verbesserung des Sucherlebnisses für den Nutzer. Dazu gehört auch, dass der Nutzer eben nicht mehr nur Titel, URL und Vorschautext eines Suchergebnisses präsentiert bekommt, sondern auch Kundenbewertungen bei Shops, Preise, Bilder, Kontaktdaten – kurzum alles, was ihm die Entscheidung für ein Suchergebnis leichter macht. Die moderne SEO muss sich daher nicht mehr nur auf die Keywords und die Textstruktur konzentrieren, sondern auch auf den Einsatz strukturierter Daten gemäß schema.org oder auch die Pflege des Google MyBusiness Profils, damit für ein Unternehmen wichtige Informationen wie Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Anfahrtsbeschreibung und Firmenprofilbilder angezeigt werden.

All diese Optimierungen dienen dazu, die Präsenz des digitalen Auftrittes einer Website, eines Unternehmens oder auch einer Privatperson, beim Suchgiganten Nr. 1 zu stärken. Je sichtbarer der Inhalt ist, desto mehr Besucher gelangen auf die Seite und desto besser kommen Angebot und Nachfrage zusammen.

Wo SEO aufhört, beginnt Relevanzoptimierung

Wo liegen also nun die Unterschiede zwischen Suchmaschinenoptimierung und Relevanzoptimierung, wenn doch beide das gleiche Ziel haben? Beide Verfahren basieren auf dem Grundprinzip der Optimierung von Inhalten, also von Text. Beiden nehmen sich vornehmlich den OnPage-Bereich vor, also die Website und deren Inhaltsseiten.

ABER: während SEO im Regelfall aus der Perspektive der Inhaltsquelle arbeitet, also ausgehend vom Wunsch und den Vorstellungen des Websiteinhabers, nimmt SRO die Perspektive des Marktes, also der Nutzer ein.

Genauer gesagt:

SEO basiert auf Keywords, die vom Unternehmen oder Redakteur vorgegeben werden. Wie soll der Text gefunden werden? Wie und über welche Suchbegriffe soll die Seite platziert werden? Was müsste der Nutzer suchen, damit er auf die Seite gelangt?

Die Relevanzoptimierung bringt eine weitere Variable in diese Gleichung ein, nämlich das Wissen und die aktuellen Meme aus dem Social Web.

Relevanz ist, was andere für Wichtig halten

Relevanzoptimierung (kurz SRO) bedeutet, eine Inhaltsseite derart „aufzuladen“, also anzureichern, dass Google die Relevanz dieser Seite zur vom Nutzer eingegebenen Suchanfrage sofort erkennt und damit in vielen Fällen sofort eine positive Bewertung herstellt. Im Ergebnis werden relevanzoptimierte Seiten deutlich schneller und besser bei Google platziert als reine suchmaschinenoptimierte Seiten, da SEO im Wettbewerb irgendwann an seine Grenzen stößt bzw. sich rein mit SEO keine Differenzierung von ähnlichen Seiten mehr erzielen lässt.

SRO – Smart Relevance Optimization

Smart Relevance Optimization (SRO) basiert auf dem Inhalt, der zu einem Thema im Social Web zu finden ist. SRO analysiert und identifiziert Kontexte im Social Web, die zu dem vorgegebenen Seiteninhalt passen bzw. von der im Hintergrund arbeitenden CONTEXTSUITE als relevant eingestuft wurden. Die daraus resultierenden Keywords und Themen stammen also nicht vom Seiteninhaber oder Redakteur, sondern sind eine Aggregation aus den gesammelten Daten des Social Web. Wir sind der Meinung, dass die Bedeutung von Inhalten am ehesten und besten ermittelt werden kann, wenn man sich des Sprachschatzes und des Facettenreichtums der Nutzersprache bedient. Denn User Generated Content wird eben von den Nutzern geschrieben, die dann auch bei Google nach Antworten und Ergebnissen suchen. Insofern muss man sich zwangsläufig mit genau dieser Art von Content auseinandersetzen, wenn man erfolgreich sein will.

SRO basiert auf dem Verfahren der Latent Semantic Analysis, bei der große Datenmengen auf deren Hauptkomponenten, wir nennen sie Konzepte, analysiert werden. Und wenn wir von großen Datenmengen sprechen, dann meinen wir Millionen von Datensätzen jeden Tag! Diese Erkennung von Kontexten innerhalb eines Dokumentes (Website, Blogpost, Forumspost, Kommentar, Tweet…) erlaubt es SRO, Themen- und Keywordvorschläge zu erstellen, ohne dass diese auf einem tatsächlich vorhandenen und gefundenen Schlagwort beruhen. So muss in einem Beitrag nicht das Wort „Auto“ vorkommen, damit das Konzept „Automobil“ erkannt wird. In der klassischen SEO muss das Wort enthalten sein, damit es erkannt wird. So arbeiten auch Methoden wie WDF*IDF , die eben auf physisch vorhandenen Begriffen beruhen.

SRO basiert auf der Bedeutung von Inhalten und kann somit weitaus effizienter Zusammenhänge innerhalb von Texten unterschiedlichster Formate und Ausprägungen erkennen.

Wie SRO bei der organischen Google-Platzierung hilft

Seit 2013, nach dem Google Hummingbird Update , versucht Google genau diese Bedeutungserkennung auch beim Zusammenführen von Suchanfragen und Suchergebnissen einzusetzen. Je relevanter in den Augen der Suchmaschine der gefundene Textinhalt ist, desto eher wird er dem Suchenden angezeigt.

Dabei ist es wichtig, neben den eigenen Botschaften auch noch relevante Inhalte mit einfließen zu lassen, die so ein vollständiges und ganzheitliches Bild zum Kernthema ergeben.

Ein Beispiel gefällig? Denn mit Worten lässt sich nur unzureichend erklären, was damit gemeint ist:

Der Mehrwert von Relevanzoptimierung (SRO) ggü. Suchmaschinenoptimierung (SRO)

Durch Relevanzoptimierung (SRO) können vordere Plätze im organischen Suchmaschinenranking erzielt werden.

Fazit – Das zeichnet SRO aus

Es gibt sicher viele, die meinen, man kann nur erfolgreich sein, wenn man mit Google und nicht gegen Google arbeitet. Und das Ziel von Google ist natürlich der Verkauf von Anzeigeplätzen. Damit steht SEO von jeher auch gegen die wirtschaftlichen Interessen von Google. Allerdings ist, wie eingangs erwähnt, auch ein Ziel der Suchmaschine, die bestmöglichen Ergebnisse und die bestmögliche Nutzererfahrung zu bieten. Dazu gehören nun einmal hochqualitative und umfassende Inhalte. Und genau das ist auch der Grund, warum SRO wie SEO nicht gegen Google, sondern für Google arbeitet und damit auch nachhaltig. SRO bedient sich keiner Tricks, sondern steigert das Erlebnis für den Nutzer, indem es umfassende und ganzheitliche Informationen hervorbringt.

Natürlich gelingt das nur, wenn sich der Redakteur auf diesen neuen Weg einlässt und die vorgeschlagenen Themen und Keywords in den Beitrag einarbeitet. Im ersten Moment ist das sicherlich Mehraufwand. Da aber die Maschine permanent interessante Beiträge und Quellen vorschlägt und somit auch die Themenplanung unterstützt, wird sich der Einsatz mittelfristig günstig auf die Ressourcenverwendung auswirken. Manuelle Suchen, mühsame Recherchen nach Trends und Themen entfallen – man bekommt als Redakteur alles mundgerecht serviert.

Ach und noch ein Schmankerl zum Schluss: SRO lässt sich problemlos auf andere Suchmaschinen wie Yandex oder Bing abbilden und auch auf verschiedene Sprachräume erweitern. Die Investitionssicherheit ist bei einer derartigen Technologie sehr wichtig und diese ist dank Machine Learning und Künstlicher Intelligenz absolut gewährleistet.

 

Jan Pötzscher

Jan leitet und verantwortet als Head of Account Management die Kundenprojekte. Als erfahrener Blogger und SEO Experte bringt er sich zu dem auch fachlich in interne und externe Projekte mit ein.

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