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Sowohl „Duplex Edelstahl“ als auch „Stahlmarkt“ klingen nach einer Branche, die weit weg von der Digitalisierung ist und nichts mit aktuellen Themen wie Online-Handel oder gar Suchmaschinenoptimierung am Hut hat.

Schon vor zwei Jahren äußerte sich der Präsident des Weltstahlverbandes und voestalpine-Chef Wolfgang Eder dazu, dass viele Stahlmanager die Neuausrichtung ihrer Unternehmen jahrelang verschlafen haben: „Die Branche ist konservativ und verändert sich zu langsam. Viele hängen noch an den Hochöfen und der klassischen Stahlerzeugung. Es wird immer noch zu sehr in Millionen Tonnen und zu wenig ans Ergebnis gedacht.“ Aber es zählt längst nicht mehr Menge und Größe, sondern lediglich die Profitabilität. „Die kann ich nur mit Spezialisierung erreichen.“ Darin liege der eigentliche Wert des Stahls: „in anspruchsvollen Produkten wie Flugzeugturbinen, Raketenteilen, High-Tech-Autos oder Hochgeschwindigkeitsbahnstrecken.“ Die Wertschöpfungskette kann und muss dabei in Richtung Service und Wartung ergänzt werden. Europas Stahlindustrie ist längst im Technologiewettbewerb zurückgefallen und die Führung verlagert sich in Richtung Asien nach Japan, Südkorea und auch China.

Warum schreibt semcona über die Digitalisierung der Stahlindustrie?

Das ist schnell beantwortet: Unsere Lösungen – speziell Smart Relevance Optimization (SRO) – können gerade in solchen relativ statischen Märkten sehr schnell dazu beitragen, ein Unternehmen mit relevanten Themen und natürlich dem eigenen Produktportfolio im passenden Kontext zu platzieren und so eine organische Sichtbarkeit in Suchmaschinen generieren. Vollkommen egal, ob wir von B2C- oder B2B-Märkten sprechen. Durch Smart Relevance Research (SRR) werden regelmäßig aktuelle Trends und Diskussionsthemen im Web aufgedeckt und fließen unmittelbar in die Content Strategie ein. All das machen wir natürlich nicht nur in der Theorie, sondern haben an dieser Stelle mit der Montanstahl AG einen Kunden, der nicht nur global agiert und somit auf Online-Reichweite in deutscher und englischer Sprache angewiesen ist, sondern der vor allem oben zitierte notwendige Spezialisierung im Stahlmarkt sehr früh erkannt und umgesetzt hat.

Bei Montanstahl gibt es nicht nur Winkel und Träger aus Edelstahl

Unter der Leitung von Michael und Wolfgang Stumm ist die Montanstahl AG mit Ihrem Firmensitz in Stabio (Schweiz) heute einer der wichtigsten Anbieter für qualitativ hochwertige Spezialprofile aus Stahl und Edelstahl weltweit. Die Nachfrage nach maßgeschneiderten Produkten wächst ständig, um auf diese Marktanforderungen reagieren zu können, wurde frühzeitig in innovative Fertigungstechnologien investiert. Bei Montanstahl werden verschiedenste Stahlgüten verarbeitet, von üblichen Massenstählen, über legierte Stähle, bis hin zu hochlegierten und nichtrostenden Edelstählen. Neben Spezialprofilen gibt es auch ein umfangreiches Sortiment genormter Handelsprofile aus „Edelstahl rostfrei“. Die Innovationsführerschaft setzt Montanstahl nun fort, indem es als erstes Stahlunternehmen weltweit nun den Weg ins Web 3.0 wagt und Künstliche Intelligenz und Semantik einsetzt, um seine Produkte und Dienstleistungen im relevanten Context für seine aus Online-Marketing-Sicht relativ spitze Zielgruppe zu positionieren. Axel Dell’Orto, Sales Director bei Montanstahl, war zunächst skeptisch: „Die Branche arbeitet noch nicht digital, im Stahlmarkt sind Fax und ausgedruckte E-Mails noch immer Normalität. Deshalb muss irgendjemand ein Zeichen für die Digitalisierung im Stahlmarkt setzen. Unser Unternehmen steht für Innovation, was wir mit unseren Spezial-, Handels- und Systemprofilen seit vielen Jahren beweisen, weshalb wir mit SRO die Chance für die nächste Stufe der Suchmaschinenoptimierung als Erster in der Stahlbranche ergriffen haben.

Duplex Edelstahl und Ferritischer Edelstahl als SRO-Case

Viele unserer Kunden wollen ja immer wissen, welche Tricks wir anwenden, um Texte bei Google zu pushen. Die Antwort ist: Keine. Mit Smart Relevance Optimization ergänzen wir klassische SEO-Maßnahmen, die unabdingbar sind, um die nötige Relevanz eines Textes zu einem bestimmten Themengebiet. Wir nennen das „Content in Context“. Diese semantische Anreicherung eines Textes ist einer der Punkte, den Google seit der Einführung des Hummingbird-Algorithmus mit in die Bewertung einbezieht. Dabei wird natürlich mit allen anderen Inhalten im Web verglichen und es werden aktuelle Trends und Suchaufkommen beachtet. Die Trends ermitteln wir mittels Smart Relevance Research, was weit mehr ist als ein Presse-Clipping oder Social Media Monitoring. Hier kommen verschiedene Technologien unter Nutzung von Semantik und linguistischen Verfahren zum Einsatz, um Big Data zu aggregieren, zu strukturieren und so Smart Data zu generieren.

Um Smart Data für den Stahlmarkt und unser konkretes Beispiel zu bekommen, müssen wir also zunächst einmal herausfinden, was auf den großen bekannten Plattformen im Internet über „Duplex Edelstahl“ bzw. „Duplexstahl“ zu finden ist. Der erste Google-Treffer Wikipedia sagt an dieser Stelle: „Als Duplexstahl bezeichnet man einen Stahl, der ein zweiphasiges Gefüge aufweist, das aus einer Ferrit-(α-Eisen-)Matrix mit Inseln aus Austenit besteht.“ Im nächsten Schritt benötigen wir die relevanten Themen, die im Umfeld von Duplex-Stahl auftauchen, das sind bspw. Informationen zu den mechanischen Eigenschaften oder etwa den Korrosionseigenschaften.

Beim tieferen Einlesen in die Materie lernen wir, dass sich Duplexstähle durch ihre Kombination von Eigenschaften rostfreier Chromstähle (ferritisch oder martensitisch) und rostfreier Chrom-Nickel-Stähle (austenitisch) auszeichnen. Dadurch haben sie eine höhere Festigkeit als die rostfreien Chrom-Nickel-Stähle, weisen dabei aber eine höhere Duktilität auf als rostfreie Chromstähle. Weit verbreitet ist heute eine stickstofflegierte Variante unter der Bezeichnung 1.4462 (X2CrNiMoN 22-5-3) nach DIN EN 10088/2. Ein wichtiger Vorteil bezüglich der Korrosionseigenschaften ergibt sich bei Duplexstählen aus der Zweiphasigkeit des Gefüges.

Und das ist schon alles für eine Suchmaschinenoptimierung von Duplex Edelstahl?

Natürlich nicht. So wenig wie Montanstahl über Details von Legierungen, Spezialprofile und Fertigungsmechaniken verrät, werden auch wir die Algorithmen von SRO und die Zyklen des Machine Learning verraten. Wichtig an dieser Stelle ist nur zu verstehen, dass Künstliche Intelligenz nicht nur mit Alexa, Cortana und Siri fast schon unbewusst Einzug in unseren Alltag hält, sondern dass mit SOPHY  bisher als absolut konservativ eingeschätzte Märkte wie der Stahlhandel, plötzlich die Digitalisierung einer Branche vorangetrieben wird.

Träger-, Winkel- und Spezialprofile aus Edelstahl werden von Montanstahl für Ölplattformen, Kraftwerke oder Bauwerke eingesetzt. Die Automobilindustrie ist auf hochwertige Profile und Komponenten aus Edelstahl angewiesen. So können wir von Glück reden, dass Kaiser Wilhelm II. mit seiner Aussage zur Zukunft der Mobilität „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“ etwas daneben lag. Sonst hätten wir bei semcona heute womöglich keinen Pilotkunden im globalen Edelstahl-Markt.

Nun stehen wir vor unserer eigenen Herausforderung, denn wir sind uns sicher, dass Künstliche Intelligenz bei der Digitalisierung im Stahlmarkt und der Positionierung von Montanstahl als digitaler Marktführer im Bereich Edelstahl der absolut richtige Weg ist. Leider gibt es auch in unserer Branche ähnlich kuriose Aussagen. Etwa die vom früheren Präsidenten des Computerkonzerns IBM Thomas Watson, der im Jahr 1943 meinte: „Meines Erachtens gibt es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer.“ Das dürfte mittlerweile ebenso überholt sein wie die Einschätzung von Kaiser Wilhelm. Aber uns begegnet der Name Watson seit einigen Monaten immer häufiger im Umfeld unserer SOPHY und wir fragen uns, ob wir uns Sorgen machen müssen, ob dieser Supercomputer, der angeblich perfekt mit Smart Data umgehen kann und als Pionier für Cognitive Computing gilt, nicht auch eine Geschichte vom Pferd sein könnte. Wir werden das intensiv beobachten und im Rahmen von Smart Data Analysen rund um Duplex Edelstahl, kalt gewalzte Profile und natürlich SRO sicherlich die Antworten finden.

Robert Wauer

Der Kopf der RelevanzMacher ist Robert. Er hat langjährige Erfahrung im digitalen Marketing und wird sich im Blog insbesondere in unserer Kolumne zu aktuellen Geschehnissen der Branche austoben.

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