Das Google May 2020 Core Update hat in der SEO-Branche für lange Gesichter gesorgt. Die SEOs tappen im Dunkeln und wissen nicht weiter. Heult leiser! Ich sage euch, warum.

SEOs wissen nicht mehr weiter und was Google macht

Das ist die schlechteste aller Aussagen, die es geben kann. Wenn man eingestehen muss, dass man sich nicht mehr zu helfen weiß. Aber das Universum SEO, wie es die letzten 15 oder 20 Jahre gewesen ist, das gibt es so nicht mehr. Damit sind auch alle herkömmlichen SEO-Strategien obsolet und gehören im großen Buch der Geschichte archiviert. Genau da stößt die klassische SEO an ihre Grenzen, denn sie berücksichtigt nicht das Ziel von Google: Suchqualität.

Google ist mehr als 200 Ranking­faktoren

Tja, wonach geht Google denn nun? Nach User Signals, nach Paid Traffic, nach Backlinks? Expertise, Autorität und Trust (E-A-T) haben wenig mit technischen Faktoren zu tun, sondern mit menschlich verifizierter Qualität. Hier spielt die algorithmische Mustererkennung eine Rolle, die im Wesentlichen auf menschlichen Bewertungen von Inhaltsseiten nach den Google Quality Guidelines beruht.

Wenn SEO-Spezialisten proklamieren, dass die Google Ad Budgets auf den organischen Traffic Einfluss haben, dann ist das Augenwischerei. Keiner von unseren Content Hubs und Kundenwebsites wird über Google Ads künstlich befeuert. Alle sind rein organisch unterwegs.

Website + FAQ, Wiki, News – reicht das nicht?

Nein, wenn ihr es nicht nutzerorientiert betreibt. Die Qualität, die Google immer mehr in den Vordergrund stellt, bezieht sich auf den Nutzer. Damit fallen die Marken und Seiten durch das Raster, deren Content einzig aus dem eigenen Wissenssumpf entsteht. Denn das, was Unternehmen glauben, verbreiten zu müssen, muss nicht das sein, was die Nutzer auch interessiert und was gerade relevant ist.

SEO und Content – und trotzdem Verluste bei den Core Updates

Sehr oft sehen wir blankes Entsetzen, wenn eine Website nach dem Relaunch und der Fokussierung auf die Marke nach dem Update massiv an Sichtbarkeit verloren hat. Der Grund ist, dass eine Unternehmenswebsite aus dem Hauptcontent (MC) und ergänzendem Content (SC) bestehen sollte. Der Hauptcontent – Über uns, Vision, Produkte, Leistungen etc. – ist sehr oft rein unternehmensgetrieben und berücksichtigt selten nutzerspezifische Anforderungen und vor allem auch die Nutzersprache. Der ergänzende Content ist da schon sehr viel nutzerzentrierter. Auch hier sind viele Marken nicht konsequent nutzerorientiert. Genau dieses Fehlverhalten der Marken und SEOs hat Google nun massiv abgestraft. Wer dem Nutzer keine zusätzlichen Informationen anbietet, die seine User Experience verbessern, hat sowieso verloren.

Qualität, Kontext und Relevanz für stabile und nachhaltige Sichtbarkeit

Google proklamiert seit Jahren, dass es die Suchqualität verbessern will. Wer jetzt also immer noch jammert und den alten Zeiten nachtrauert, in denen es um Backlinks und Keywords ging, der darf gern nach Hause gehen und in sein Kissen weinen.

Denn die Signale von Google sind schon seit Langem relativ klar. Dass die Suchmaschine Zeit braucht und auch viel testet, ist logisch. Aber die Algorithmen müssen trainiert und verbessert werden. Dafür sind die Updates da und mit jedem Update lernen die Algorithmen.

Spätestens seit Hummingbird muss jedem klar sein, dass man auf Dauer nur mit hochwertigen und relevanten Inhalten gewinnen kann. Aber diese lassen sich nicht mal eben schnell aus dem Hut zaubern, wenn die Seite abgestürzt ist. Relevanz bedingt ein konsequentes Umdenken und Einlassen auf den Nutzer. Technische SEO-Voodoo-Spielereien kosten nur Geld, bringen da aber wenig, wie jeder spätestens jetzt unschwer erkennen sollte.

Lehnen wir uns zu weit aus dem Fenster?

Kaum, denn wir konnten bei all unseren Projekten innerhalb der letzten 6 Monate durchweg positive Entwicklungen verzeichnen. Natürlich gibt es immer Schwankungen in der SEO Visibility, aber keines der vergangenen Updates hat zu wirklichen Einbrüchen geführt. Aber das hat auch viel damit zu tun, dass wir uns von Beginn an dem Qualitätscontent verschrieben haben. Alle diejenigen, die ebenso wie wir darauf vertrauen, wurden und werden von Google belohnt.

Beispiel:

familyapp.com – SEO Visibility nach dem Google May 2020 Core Update (Quelle: Searchmetrics)

enjoysports.de +25 % SEO Visibility in der Woche nach dem Google May 2020 Core Update

familyapp.com – SEO Visibility nach dem Google May 2020 Core Update (Quelle: Searchmetrics)

familyapp.com +39 % SEO Visibility in der Woche nach dem Google May 2020 Core Update

Wie geht das nun? Was machen wir anders als die klassischen SEOs?

Fragt uns!

Jan Pötzscher

Jan ist als Chief Marketing Officer für unseren Außenauftritt, aber auch für alle Kundenprojekte verantwortlich. Dort bringt er seine lange Erfahrung als SEO Experte mit ein. Damit er alle Bälle in der Luft halten kann, verbringt er seine Mittagspausen meist im Fitti.

mehr erfahren ...

Das könnte auch interessant sein...