Definition: Was ist eine Zielgruppe im Marketing?

Als Zielgruppe wird eine Gruppe von Personen definiert, welche ein Werbetreibender oder ein spezielles Unternehmen mit seinen Marketingmaßnahmen erreichen möchte. Die als allgemein relevant eingestufte Zielgruppe umfasst 14-49-jährige Personen, da diese besonders gut durch Werbung im Fernsehen, gedruckte Medien und Social Media Kanäle angesprochen werden können. Darüber hinaus werden Zielgruppen über verschiedene Merkmale definiert. Ziel ist es, Produkte, Angebote und Dienstleistungen an diese Gruppe zu verkaufen. Die Anzahl der Gruppenmitglieder ist unbegrenzt. Die ausgewählten Personen bestehen aus potenziell zukünftigen Kunden und Verbrauchern, weswegen es äußerst wichtig ist, dass die Charaktere innerhalb einer Zielgruppe möglichst homogen sind.

Was sind Beispiele für typische Merkmale einer Zielgruppe im B2C-Bereich?

Die demografischen Merkmale

  • Alter
  • Geschlecht
  • Familienstand

Die psychografischen Merkmale

  • Lebensstil
  • Motivation
  • Werte

Die sozioökonomischen Merkmale

  • Schul- und Berufsbildung
  • Wohnort
  • Eigentumsverhältnisse

Das Kaufverhalten der Kunden

  • Kaufreichweite
  • Mediennutzung
  • Zufriedenheit

Was sind Beispiele für typische Merkmale einer Zielgruppe im B2B-Bereich?

Die organisatorischen Merkmale

  • Unternehmensgröße
  • Unternehmensstandort
  • Marktanteil

Die ökonomischen Merkmale

  • Finanzen
  • Bestände
  • Liquidität

Die personenbezogenen Merkmale der Entscheidungsträger des Unternehmens

  • Zeitdruck
  • Informationssammlung

Das Kaufverhalten des Unternehmens

  • Lieferantentreue
  • Kaufzeitpunkt

Marketing: Wie findest du die richtige Zielgruppe?

Um die passende Zielgruppe zu finden, solltest du dich intensiv mit deinen Produkten, Serviceleistungen und Kunden auseinandersetzen.

Diese Fragen können dir beim Bestimmen der passenden Kundengruppe helfen:

  • Welche Probleme löst dein Produkt oder deine Dienstleistung?
  • Wer besitzt dieses Problem höchstwahrscheinlich?
  • Gibt es verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen?
  • Wie sieht dein typischer Käufer aus?

Woher weißt du, wer zu deiner Zielgruppe gehört?

Zu den wichtigsten Informationsquellen, um an relevante Daten zu kommen, zählen:

  • Erfahrungen aus der Branche
  • Kundenbefragungen
  • die Zielgruppenanalyse
  • Informationen aus Social Media

Tipp:
Achte beim Ansprechen und Sammeln von Informationen immer auf die Zielgruppe und deren richtige Einordnung. Zum Beispiel ist es ungünstig, Sommerkleidung in einer Fachzeitschrift zum Thema „Ski fahren“ zu bewerben. Auf die Bedürfnisse und Wünsche der jeweiligen Zielgruppe zu achten ist daher von oberster Priorität.

Die Persona: Der Prototyp einer Zielgruppe

Mithilfe von Personaprofilen soll ein besseres Verständnis für die jeweilige Zielgruppe im Bereich des Marketings entwickelt werden. Das Verhalten einer Person in einer bestimmten Situation ist auf diese Art und Weise besser nachvollziehbar als das Verhalten einer ganzen Gesellschaft. Auf diesem Weg lassen sich Bedürfnisse und Probleme viel schneller beheben. Damit einhergehend können Schwachstellen im eigenen Produktdesign oder der angebotenen Dienstleistung besser an die Wünsche des Kunden angepasst und gleichzeitig umgesetzt werden.

Das Erstellen von Personaprofilen: Wie geht das?

Die Zahl der Personaprofile sollte im Allgemeinen zwischen drei und sieben liegen. Darüber hinaus solltest du dich in den meisten Fällen nicht nur auf eine oder zwei Kundengruppen festlegen. Natürlich sollte trotzdem darauf geachtet werden, dass nicht zu viele Personas erstellt werden, da sich die Profile bei einer zu hohen Anzahl oftmals sehr ähnlich sind.

Nachdem einige relevante Zielgruppen ausgewählt wurden, sollte im nächsten Schritt für jede Zielgruppe eine Person mit repräsentativem Alter und Geschlecht bestimmt werden. Darüber hinaus sollte dieser Person ein Name und ein Gesicht gegeben werden, um das Leitbild der Zielgruppe lebendiger zu gestalten. Aus diesem Grund ist es bei der Erstellung äußerst hilfreich, wenn sich der gestaltende Mitarbeiter in die fiktive Persönlichkeit bestmöglich hineinversetzt.

Diese fiktive Persönlichkeit wird als Persona bezeichnet und dient dazu, sich das abstrakte Konstrukt „Zielgruppe“ besser vorstellen zu können. Du entwirfst dann nicht mehr Kampagnen für die „30-49-jährigen Frauen, die gern kochen, aber dafür viel zu wenig Zeit haben“, sondern für „Lisa, 32 Jahre aus München, selbstständige Rechtsanwältin, Mutter von zwei Kindern, der wichtig ist, ihre Familie gesund zu ernähren, aber nach einem stressigen Arbeitstag keine Lust mehr auf aufwendige Rezepte hat“.

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