Was ist Big Data?

Der Begriff „Big Data“ stammt aus dem englischen Sprachraum und steht für große Daten (engl.: Data) oder Massendaten. Es bezeichnet Datenmengen, welche

  • zu groß,
  • zu schnelllebig,
  • zu komplex oder
  • zu schwach strukturiert sind,

um sie mit normalen Methoden auswerten zu können.

Big Data wird auch oft als eine Art Sammelbegriff für digitale Technologien benutzt. Aus technischer Sicht stehen die riesigen Datenmengen für eine neue Generation digitaler Kommunikation und Verarbeitung für Informationen im Internet. In sozialen Zusammenhängen wird der Begriff für einen gesellschaftlichen Umbruch verwendet. Das Schlagwort Big Data unterliegt demzufolge einem kontinuierlichen Wandel.

Die Herkunft von Big Data

Die Daten stammen aus verschiedenen Quellen, zum Beispiel aus der Nutzung von sozialen Netzwerken. So liefern zum Beispiel Interaktionen auf Facebook, YouTube oder Instagram zahlreiche Social Media Daten. Sie sind in Form von:

  • Bildern,
  • Videos,
  • Sprache,
  • Text und
  • Audio

verfügbar.

Weitere Big Data Quellen sind Datenströme aus dem Internet der Dinge. (engl.: Internet of Things, kurz IoT) Dazu gehören auch Netzwerkdatenquellen wie intelligente Fahrzeuge, medizinische Geräte oder Industrieanlagen.

Des Weiteren stammen die Daten aus der geschäftlichen oder privaten Nutzung elektronischer Geräte oder Systeme. Das sind beispielsweise Navigationssysteme, Computer und Smartphones.

Wie wird Big Data verarbeitet?

Marketing, Vertrieb und Support nutzen die Daten aus den sozialen Netzwerken. Häufig liegen sie in unstrukturierter Form vor. Das führt oft zu einer Herausforderung bei der Verarbeitung.

Die Datenbestände werden analysiert und daraus neue Erkenntnisse für eigene Zwecke abgeleitet. Die gewonnenen Daten werden zuerst an IT-Lösungen gesendet. Sobald die Datenmengen eintreffen, erfolgt die Big Data Analyse (engl.: Data Analytics). Als Drittes wird entschieden, welche Daten gespeichert, genauer analysiert oder verworfen werden sollen.

Wo findet Big Data Anwendung?

Du fragst dich jetzt wahrscheinlich zu Recht, wozu du oder deine Organisation Big Data Lösungen benötigen. Big Data Technologien können Geschäftsprozesse in allen Bereichen verbessern, ganz besonders aber im Bereich der Technologieentwicklung, Informationstechnik und des Marketings. Die Erhebung und Verwaltung dienen dabei der Erreichung der Unternehmensziele beziehungsweise der staatlichen Sicherheit. Vor allem haben bisher

  • Vertrieb und Service,
  • Verwaltung,
  • Medizin,
  • E-Commerce sowie
  • Nachrichtendienste

Big Data genutzt. Die Datennutzung spielt auch in modernen Analyse-Anwendungen wie der Künstlichen Intelligenz eine Rolle.

Die Vorteile von Big Data

Bei Big Data geht es nicht um die Datenmenge, die zur Verfügung steht. Es geht darum, was daraus gemacht wird. Organisationen können die Daten sammeln und analysieren, um Antworten zu finden, mit denen sie:

  1. Kosten senken,
  2. Zeit sparen,
  3. neue Produkte und optimierte Angebote entwickeln sowie
  4. intelligentere Geschäftsentscheidungen treffen können.

Richtige Entscheidungen treffen basierend auf Big Data

Da Big Data auch in den privaten Bereich hineinspielt, wollen Behörden und Unternehmen einen ungehinderten Zugriff auf diese Daten erhalten. Dies gerät jedoch in Konflikt mit den geschützten Persönlichkeitsrechten der betroffenen Personen und der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Eine Anonymisierung kann einen Ausweg darstellen.

Weiterhin hat das Internet der Dinge durch seinen triumphalen Marsch zur enormen Zunahme der Datenmenge geführt. Ordnungsgemäß gepflegte, glaubwürdige Daten führen zu seriösen Analytics und verlässlichen Entscheidungen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen den Wert von Big Data ausnutzen und datengetrieben agieren. Entscheidungen sollten durch Beweise auf Basis von Datenbeständen getroffen werden und nicht instinktiv auf der Grundlage eines Bauchgefühls. Datengesteuerte Organisationen arbeiten besser, haben vorhersehbarere Betriebsergebnisse und sind rentabler.

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