Gerade stecken wir in den technischen Kinderschuhen des Web 3.0 und schon spricht die Fachwelt vom 4.0. Doch was bedeuten eigentlich diese Zahlen?

Oft werden wir gefragt: „Was macht ihr eigentlich genau – erkläre das mal bitte“. Wenn wir dann kurz über unsere Arbeit sprechen, entsteht häufig die nächste Frage: „Und was bedeuten jetzt die Zahlen?“ Daher wollen wir euch kurz die Entwicklung zusammenfassen.

Wie auch bei Updates heißt eine höhere Zahl zunächst immer, dass etwas verbessert wurde. So verhält es sich auch bei den Bezeichnungen des Webs und der Industrie. Während die Industrialisierung einen fast 300-jährigen Weg hinter sich hat und nun im 3.0 angekommen ist, verlief die Entwicklung der Bezeichnungen für das Web in den letzten 25 Jahren im Vergleich dazu sehr schnell.

Was allerdings dabei nicht vergessen werden darf, ist, dass die Kommunikationsmedien und somit das Verbreiten von Informationen nicht erst mit dem Web entstanden sind, sondern eine lange Tradition haben. Zumindest können wir heute sagen, dass der industrielle Fortschritt in Wechselwirkung mit der Weiterentwicklung der Kommunikationsmedien steht.

Die Entwicklungen in der Industrie im kurzen Überblick

Die erste industrielle Revolution erfolgte im 18. Jahrhundert und endete mit dem Ersten Weltkrieg. In dieser Zeit entstand die Dampfinfrastruktur, ein Energiewachstum konnte erreicht werden, es gründeten sich Gesellschaften mit einer umfangreichen Unternehmensinfrastruktur und Manufakturen. Die Massenproduktion begann.

In der zweiten industriellen Revolution wurde Erdöl flächendeckend genutzt und Fahrzeuge entwickelt. Die Fließbandarbeit setzte sich fort und große Metropolen entstanden. Die Grenzkosten verringerten sich stetig aufgrund der höheren Effizienz und Produktivität. Ihren Höhepunkt fand die Industrie 2.0 in der Ölkrise von 2008.

Derzeit befinden wir uns in der dritten industriellen Revolution, die vor allem durch die Erneuerbaren Energien und von neuen technologischen Entwicklungen geprägt ist. Es wird versucht, Produkte ressourcenschonender herzustellen und die Produktion auf ein proportional höheres Level zu bewegen.

Die Entwicklungen des Webs im kurzen Überblick

Das Web 1.0 begann etwa 1990 und endete mit dem Platzen der Dotcom-Blase im März 2000. Dabei erfolgte die Kommunikation zunächst einseitig vom Produzenten zum Konsumenten.

Im Social Web (Web 2.0) beginnt die Interaktion der User untereinander, aber auch gegenüber den Markenbotschaftern. Die klassischen Produzenten verlieren ihre Meinungshoheit und der Konsument wird zum Prosumenten.

Im Web 3.0, dem semantischen Web, erhalten Begriffe einen Bedeutungskontext und stehen in Beziehung zueinander. Wichtig ist dies auch für die großen Datenmengen („Big Data“), die nun gespeichert, analysiert und angewendet werden können. Damit die Informationsflut bewerkstelligt werden kann, werden Inhalte nach Relevanz gefiltert. Unternehmen müssen mehr denn je von sich im Netz überzeugen und Nutzer teilhaben lassen.

Es kommt zusammen, was zusammengehört

Im Web 4.0, dem Internet der Dinge, werden alle Entwicklungen und Fortschritte zusammentreffen. Das heißt, die Informations-, Kommunikations- und Automatisierungstechnologien sind verschmolzen.

Derzeit erhalten alle Begriffe, die eine Erneuerung erfahren haben bzw. werden, die jeweilige Entwicklungsstufe als Zahl angehängt. So wird beispielsweise von der Hochschule 4.0, Gesellschaft 4.0 oder der Logistik 4.0 gesprochen. Warum dies zum Trend geworden ist, darüber können auch wir nur spekulieren. Zumindest beschreibt es eine eindeutige Zielvorstellung im Zusammenhang mit dem Begriff. Ob sich die Menschen mit ihrem aktuellen Wissensstand dessen bewusst sind, bleibt als Frage offen.

Jenny Mittrach

Jenny ist die Stammälteste im Content-Team. Als alter Hase im Business finden wir ihre Expertise in den verschiedenen Blog-Kategorien. Sie fühlt sich schnell durch neue Themen inspiriert und lässt sich gern vom Spirit der Produkte unserer Kunden mitreißen.

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