Wir Relevanzmacher halten viel von Nachhaltigkeit, vor allem wenn es um unsere Inhalte geht. Dabei haben wir uns einiges beim Gartenbau abgeschaut, wie unser Credo für die regelmäßige Content Optimierung.

Gründe für die Content Optimierung

Ein guter Garten braucht Pflege, das weiß jedes Kind. Stell dir einen Rosengarten vor. Wenn du deine schön blühenden Rosen vernachlässigst, werden die Blüten nach und nach verschwinden. Durch regelmäßiges Gießen und liebevolle Pflege bleiben dir die schönen Rosenblüten jedoch lange erhalten. Genau wie dieser Rosengarten benötigt auch deine Website, dein Magazin oder dein Blog intensive Pflege und hin und wieder etwas Dünger: die Optimierung deines Contents.

Wann ist eine Content Optimierung nötig?

Es gibt viele Hinweise darauf, wann eine Content Optimierung angeraten ist. Wenn sich zum Beispiel die Rankings oder die Click-Through-Ratio (CTR) verschlechtert haben, ist es höchste Eisenbahn für Nachoptimierungen.

Das Gleiche gilt, wenn ein Artikel schon länger auf Position elf oder 13 steht und den Sprung auf Seite eins der Google Suchergebnisse nicht so richtig schafft. Hier braucht es manchmal nur eine kleine Nachjustierung in puncto Suchmaschinenoptimierung. Schon erzielst du ein besseres Ranking, was die Sichtbarkeit erhöht und zu mehr Traffic führt.

Diese Infos beziehst du aus Google Analytics oder der Search Console. Regelmäßiges Monitoring ist also das A und O für Erfolg im Content Marketing.

Updates, Trends, Entwicklungen – Signale für die Content Optimierung

Neben diesen eher internen Gründen für Content Optimierung gibt es aber ebenso Einflüsse von außen, die dich zu Verbesserungen bewegen. Schließlich existiert dein Content nicht im luftleeren Raum.

Die Bekanntgabe von Google Updates sollte immer ein Anlass sein, Rankings und Inhalte zu überprüfen. Das Nutzerverhalten spielt dabei eine entscheidende Rolle. Beispielsweise werden Longtail-Anfragen durch die zunehmende Nutzung der Voice Search immer beliebter. Google reagiert darauf und präsentiert dem User die am besten passende Antwort. Wer bei solchen Entwicklungen am Ball bleibt und seinen Content regelmäßig optimiert, erhöht seine Chancen auf stabile Top-Rankings.

Doch nicht nur Google ändert sich ständig, auch unser Lebensraum oder die Gesellschaft ist stets im Wandel. Es gibt am laufenden Band neue Trends, Erkenntnisse entstehen oder Gesetze werden überholt. Darum sollte eine Content Optimierung nicht nur aus Gründen der Suchmaschinenoptimierung, sondern genauso auf inhaltlicher Ebene regelmäßig stattfinden. Dass sich beides nicht immer so scharf trennen lässt, erklären wir dir im nächsten Abschnitt.

Aktualität der Inhalte und Google Rankings

Es gibt zwar durchaus sogenannten Evergreen Content, also zeitlose Inhalte, die immer Gültigkeit haben. Viele SEO-Experten und Content Manager sind jedoch der Meinung, die Aktualität ihrer Inhalte haben Einfluss auf die Google Rankings. In vielen Guidelines zum Thema oder Übersichten vermeintlicher Rankingfaktoren findet sich dieser Punkt ebenfalls immer wieder.

Fakt ist jedoch: Google hat niemals alle seine Bewertungskriterien zum Ranking offiziell veröffentlicht. Es gibt zwar verschiedene Hinweise, jedoch sind alle Tipps zu den Rankingfaktoren subjektiv und mit etwas Vorsicht zu genießen.

Nichtsdestotrotz bietet der Google Support einige Hinweise, warum du deinen Content regelmäßig anpassen solltest. In den Google Richtlinien für Webmaster stehen zum Beispiel folgende Grundprinzipien:

Erstellen Sie Seiten in erster Linie für Nutzer, nicht für Suchmaschinen. […]

Vermeiden Sie Tricks, die das Suchmaschinen-Ranking verbessern sollen. […]

Überlegen Sie, was Ihre Website besonders, wertvoll oder attraktiv macht.

Die Richtlinien für die Evaluatoren der Suchergebnisse geben ebenfalls einen entscheidenden Hinweis. Im Unterpunkt 18.0 „Needs Met Rating and Freshness“ heißt es:

Freshness is generally less of a concern for Page Quality rating. “Stale” pages can have high Page Quality ratings. For example, some highly reputable news websites maintain “archival” content. However, unmaintained/abandoned “old” websites or unmaintained and inaccurate/misleading content is a reason for a low Page Quality rating.

Daraus lässt sich eine Schlussfolgerung ziehen: Nur Websites mit aktuellen Inhalten sind für den User attraktiv. Schließlich willst du den jetzigen Preis eines Produkts wissen oder dich zum derzeit gültigen Bußgeldkatalog informieren. Du würdest also auch eher auf ein Suchergebnis mit einem Datum aus 2020 klicken, als auf einen älteren Beitrag aus 2016, oder?

Content Optimierung und Neu-Veröffentlichung

Doch ganz so einfach ist es nicht. Die Angabe des Datumsstempels in den Google SERPs ist etwas tückisch. Der Konzern weist in seinen Richtlinien selbst darauf hin:

Note: The date the page was created may be different from when the content was last updated or modified. When content is updated, the page will sometimes show the date of the update, not the date the page was created. Some websites always show the current date, regardless of when the content was last updated. If you are curious about the content of a page, see here to try the “Wayback Machine” on the Internet Archive. Not all pages are available, but this tool may help you understand how some pages were created and how their content has changed over time.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Google schaut sich bei einer Neuindexierung genau an, ob du wirklich deinen Content aufgefrischt oder nur das Datum aktualisiert hast. Letzteres wird von Google als Manipulation gewertet und hat im schlimmsten Fall eine schlechtere Bewertung der Rankings zur Folge. Damit erzielst du also genau den gegenteiligen Effekt. Wir raten dir auch in diesem Fall dazu, deinen Inhalt nachhaltig zu optimieren und auf synthetische Turbo-Dünger zu verzichten.

Überblick: Wann sollte ich eine Content Optimierung vornehmen?

Eine Content Optimierung bietet sich also in folgenden Fällen an:

  • Bekanntgabe eines Google Updates
  • Bekanntgabe einer Gesetzesänderung, Preiserhöhung o.ä. mit Relevanz für dein Thema
  • Absinken der Kennzahlen wie Rankingposition, CTR, Sichtbarkeit, Klicks

Darüber hinaus überprüfen und optimieren wir unsere Inhalte in regelmäßigen Abständen auf folgende Punkte:

  • Entsprechen die Meta Daten dem neusten Stand? Sind die Meta Tags alle aktuell?
  • Kann ich neue interne Links setzen?
  • Sind alle extern verlinkten Seiten noch erreichbar?
  • Habe ich im Laufe der Zeit ähnliche Inhalte veröffentlicht? Muss ich zwei Artikel schärfer voneinander trennen?

Dazu zählt weiterhin, den Aufbau und die Gestaltung des Textes regelmäßig zu kontrollieren. Worauf dein Augenmerk dabei liegen sollte, erklären wir dir bald in unserem Einmaleins der Content Erstellung.

Schlussendlich bleibt zu sagen: Genau wie beim Gartenbau braucht auch eine Content Optimierung Zeit, bis sie Früchte trägt. Es kann zwar sein, dass ein optimierter Beitrag sofort in den Rankings aufsteigt – eine Garantie gibt es aber nicht.

Marie Wobst

Sprachtalent Marie ist als Content Managerin hauptsächlich für unsere US-amerikanischen Projekte zuständig. Hier schreibt sie über die Herausforderungen internationaler Zusammenarbeit sowie über ihre anderen Steckenpferde Kommunikation und Relevanzoptimierung.

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