Was sind die wichtigsten Punkte bei der Suchmaschinenoptimierung? In nur 3 Minuten Lesezeit erhältst du Antworten auf die Fragen, welche sich SEO-Beginner, Webmaster und Redakteure immer wieder stellen.

1. Such­maschinen­opti­mierung heißt geduldig sein

Google und alle anderen Suchmaschinen lassen sich zu nix zwingen. Du musst Geduld haben und Optimierungsmaßnahmen immer wieder prüfen und bewerten. Oftmals dauert es seine Zeit, bis sich angepasste Meta Descriptions, neue Überschriften oder ein optimiertes Backlinkprofil in den Suchergebnissen widerspiegeln. Zu viel zu schnell in zu kurzer Zeit zu optimieren ist auch nicht ratsam. Organisch zu ranken heißt auch, organisch zu wachsen und zu verbessern. Also nimm dir Zeit, geh Schritt für Schritt und lerne aus deinen Erfolgen oder Misserfolgen. Das Google-Ranking zu einem Suchbegriff baut sich nicht über Nacht. Es entsteht durch das Wissen der Suchmaschine um den Inhalt, um seine Relevanz und durch die Bewertung mit weiteren relevanten Webinhalten. Und gute Inhalte brauchen auch einiges an Vorarbeit, Analysen und Know-how.

2. Performance Optimierung und einzigartige User Experience

Für Google ist die Seitenladezeit durchaus interessant. In einer neuen Initiative „Web Vitals“ hat die Suchmaschine jetzt grundlegende Richtlinien und Bewertungskriterien vorgestellt. Die Nutzererfahrung – User Experience – steht dabei immer im Vordergrund. Und wie schnell und performant eine Seite reagiert, ist nun einmal entscheidend für eine positive User Experience. Die wichtigsten Punkte bei der Performance Optimierung in den Augen der Suchmaschine sind:

  • Largest Contentful Paint: Diese Kennzahl sagt aus, wie schnell die Hauptinhalte der Seite geladen worden sind.
  • First Input Delay: Diese Metrik spiegelt die Fähigkeit der Website wider, auf Eingaben des Users zu reagieren.
  • Cummulative Layout Shift: Hier geht es grob gesagt um visuelle Stabilität und um unerwartete Änderungen am Layout sichtbarer Seiteninhalte.

Messen kannst du diese Kennzahlen für deine eigene Website zum Beispiel über die Dev-Konsole im Google Chrome Browser (einfach F12 drücken). Dort gibt es den Punkt „Audit“, der die Analyse via Google Lighthouse initiiert. Oder du nutzt die Webversion von Google Page Speed Insights.

Ziel muss es sein, die Seite so schnell wie möglich zu machen, quasi „Fast and Furious“.

3. Nur gute Inhalte zählen

Freunde des Spam, Marketing-BlaBla und PR-Geschwafels – ihr dürft hier gern abschalten. Denn euch hat Google gar nicht lieb. Und die Nutzer mögen euch auch nicht. Content muss werthaltig sein, nutzerorientiert und nachhaltig. Suchmaschinenoptimierung ist schon längst nicht mehr rein technische SEO, sondern basiert auf richtig gutem Content. Ob Produktbeschreibung, Blogpost oder Pressemitteilung, wenn du nicht weißt, was deine Leser erwarten und wollen, verletzt du die wichtigste Regel, die für die Suchmaschine zählt: Schreib für den Nutzer!

Welche Tools du dabei nutzt oder ob deine Redakteure das Wissen einfach besitzen und anwenden, das spielt keine Rolle. Hauptsache ist, dass der Inhalt auf deiner Seite absolut und kompromisslos nutzerzentriert ist. Das gute Ranking kommt dann von allein. Okay, vielleicht nicht ganz von allein, denn gute Inhalte müssen auch gut angepriesen werden. Das machst du mit einer guten und „catchy“ Meta Beschreibung.

4. Specke Deine Website ab und verschlanke die Klickwege

Über die Jahre wird aus einer schlanken Seite mit Waschbrettbauch oftmals ein richtiges Schwergewicht, weil immer wieder neue Seiten und Menüpunkte dazu kommen, Inhalte hinzugefügt werden und niemand an eine Konsolidierung denkt. Aber genau das macht eine Website zunehmend unattraktiver für den User. Außerdem erhöht sich die Gefahr, dass sich Inhalte gegenseitig kannibalisieren, weil sie für dieselben Themen und Keywords ranken. Und das kostet dich dann die guten Rankings, weil die Suchmaschine nicht mehr weiß, welche Seite sie zu einem Suchbegriff präsentieren soll. Klare Signale an die Suchmaschine und klare Signale an den Nutzer – darum geht es bei der technischen Suchmaschinenoptimierung.

Prüfe also, wie du deine Nutzer am schnellsten zu ihrem Ziel bringst. Prüfe, was du wirklich noch brauchst. Deaktiviere nicht nur, sondern lösche Inhalte, die nicht mehr zeitgemäß sind – denke aber an einer Weiterleitung. Konsolidiere Inhalte und wirf überflüssigen Content über Bord. Nur so kannst du deine Seite schlank und modern halten und deinen Nutzern eine erstklassige Erfahrung bieten.

5. Crosslinks, Backlinks und Linkprofil

Links sind nach wie vor wichtig bei der Bewertung der Autorität und der Relevanz einer Seite. Da sind zum einen die internen Links (oder auch Crosslinks), die den Nutzer, aber auch den Crawler sauber immer tiefer in die Seite hinein navigieren lassen. Sie bieten dem Nutzer neue Inhalte und erlauben es ihm, sich gut und schnell zurechtzufinden.

Backlinks auf andere Websites zeigen der Suchmaschine, dass du dich nicht in einem Silo bewegst, sondern auch mal links und rechts schaust. Außerdem erhöht sich so die Chance, dass du auch einmal einen Backlink von einer anderen Seite erhältst.

Das Linkprofil, welches deine Website hat, zeigt Google auch sehr schön, wie vernetzt und glaubwürdig du bist. Es geht nicht darum, möglichst viele Backlinks zu generieren, sondern vor allem gute. Das Linkprofil sagt der Suchmaschine viel über die Qualität deiner Inhalte. Passt dabei auf, dass die Links, die du erhältst, nur von guten Seiten kommen. Alles, was nach Spam, Linkfarm oder Sonstigem aussieht, solltest du besser blocken. Google bietet hier die „Disavow“-Methode an, bei der du über die Webmaster Tools eine Liste mit schlechten Links einreichen und für das Blockieren vormerken kannst. Aber Vorsicht – hier solltest du genau überlegen, was du tust, um nicht aus Versehen die falsche Domain zu blocken.

6. Google Search Console als Kommuni­kations­plattform mit der Such­maschine

Die Google Search Console ist das Mittel der Wahl, um Google zu zeigen: „Hey hier bin ich“. Neben einer Vielzahl an Informationen zum Stand der Indexierung, zu Crawling Fehlern oder Zugriffsdaten kannst du neu erstellte Inhalte für die Indexierung vorschlagen. Admins und Webmaster können ebenso alte, nicht mehr gültige Seiten aus dem Index entfernen, bzw. zur Entfernung vorschlagen.

Google verbessert die GSC auch ständig und integriert neue Tools und Funktionen. Mittlerweile ist die Search Console zu einer richtigen Steuereinheit für Webmaster geworden. Also stell unbedingt die Verbindung zu deiner Website her.

7. SEO entwickelt sich ständig weiter, also geh mit der Zeit

Was früher mal funktionierte, muss heute schon längst nicht mehr gültig sein. SEO ist unglaublich dynamisch und verändert sich ständig. Daher ist es die Pflicht eines jeden Webseitenbetreibers, sich mit neuen Trends und neuen Ansätzen auseinanderzusetzen. Local SEO, Rich Snippets, Relevanzoptimierung, strukturierte Daten – all das sind Themen, die in den letzten Jahren immer stärker an Bedeutung gewonnen haben.

Vor allem die Google Quality Guidelines sind immer wichtiger geworden und sollten das Standard-Nachschlagewerk für jeden SEO und Webadmin sein. Ebenso wie die Google Core Web Vitals erklären sie dir das Bewertungsprinzip der Suchmaschine für deine Website und geben viele wichtige Anregungen für Verbesserungen.

Ab und an den Google Watchblog zu lesen, kann auch nicht schaden.

8. Beachte auch den richtigen Context für deinen Content

Content is King – Context is Queen. Hinter jedem starken Mann steht eine noch stärkere Frau. Jeder Inhalt muss in den richtig relevanten Kontext eingebettet sein. Denn Relevanz ist etwas, was seit dem Hummingbird-Update 2013 und die Zuwendung zur Semantik schlichtweg relevant geworden ist. Dort, wo die klassische Keyword-Optimierung an ihren Zenit gelangt, kommt man mit der Erkennung und Optimierung auf Basis von relevanten Themen und Inhalten weiter. Das klingt kompliziert – ist es auch. Diese Relevanzen auf Bedeutungsebene zu erkennen, zu verarbeiten und einzuarbeiten ist eine redaktionelle Aufgabe, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning jedoch mittlerweile machbar wird.

Aber du musst dich dieser Herausforderung stellen, denn spätestens seit dem BERT-Update von Oktober 2019 setzt Google voll auf Relevanz.

9. Prüfe, optimiere und prüfe wieder

Keine Optimierung ohne Erfolgsmessung, Datenanalyse, Auswertung und erneuter Optimierung. Nur wenn ich wichtige Kennzahlen wie Verweildauer, Conversion Rate oder Sichtbarkeiten für Keywords beobachte, kann ich die richtigen Schlüsse ziehen und immer besser werden. Die Nutzung von Webtracking Tools wie Google Analytics, Matomo oder auch Webtrekk ist daher essenziell für den Webmaster und Redakteur.

Setze dir Ziele. Denn ohne SMARTE Ziele nützt die ganze „Messerei“ nichts. KPIs wie der organische Traffic oder die SEO Visibility lassen dich erkennen, ob du auf dem richtigen Weg bist.

10. Barrierefreie Website für einen unge­hinderten Zugang für alle Menschen

Last but not least – es gibt auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen, die Websites nur mit Hilfsmitteln wie eine OCR (Optical Character Recognition), Screenreader und einer Braille Tastatur verarbeiten können. Dafür braucht es geeignete Methoden, um diese Datenverarbeitung zu unterstützen. Maßgebend sind hier die Richtlinien WCAG oder auch die Standards des World Wide Web Consortiums (w3c). Denke also auch an die Menschen, die mit einer Beeinträchtigung leben müssen!

Wenn du all diese Tipps beherzigst, dann hast du auch sehr gute Chancen, nicht nur mit SEO, sondern auch mit Relevanzoptimierung erfolgreich zu sein.

Jan Pötzscher

Jan ist als Chief Marketing Officer für unseren Außenauftritt, aber auch für alle Kundenprojekte verantwortlich. Dort bringt er seine lange Erfahrung als SEO Experte mit ein. Damit er alle Bälle in der Luft halten kann, verbringt er seine Mittagspausen meist im Fitti.

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